
Wodka aus Kartoffeln herzustellen, ist durchaus nicht ungewöhnlich, weiter verbreitet sind aber Weizen oder Roggen als Grundlage. Darüber hinaus gibt es auch Sorten, die auf andere Getreide, Zuckerrübe oder Weintrauben setzen.
In der Mitte des 15. Jahrhunderts begannen Bauern in Russland mit der Herstellung von Wodka aus Getreide, wohingegen die ertragreiche Kartoffel erst seit dem 19. Jahrhundert Ausgangsstoff für das berühmte Getränk ist. Heute ist Kartoffel-Wodka vor allem in Polen und der Ukraine sehr beliebt. Der Geschmack lässst sich als schwerer, erdiger und süßlicher, als der von Wodka auf Getreidebasis, beschreiben.
Der Rohstoff – also Kartoffeln– wird mit Wasser vermischt und erhitzt. Dadurch spalten sich die Stärkemoleküle auf und es entsteht süße Maische, auch „Würze“ genannt. Um die Gärung in Gang zu setzen, wird dann Hefe hinzugefügt. Der nächste Schritt ist dann der Brennvorgang. Um den Geschmack des Wodkas zu neutralisieren, wird das Destillat anschließend filtriert. Als Faustregel gilt: Je hochwertiger der Prozess des Filterns, desto hochwertiger sind Geschmack und Qualität des Wodkas. Der letzte Schritt auf dem Weg zum Wodka ist das so genannte Verschneiden, das Mischen mit speziell aufbereitetem und gereinigtem Wasser. In der Regel ist das Mischungsverhältnis 60 % Wasser zu 40 % Destillat.



