Die Wende 1989 / 1999, für alle eine spannende Zeit.

Alle waren sich einig darüber, dass das Kartoffelhaus bestehen bleiben soll und die Arbeitsplätze gesichert werden müssen. Ziel war es außerdem, den vorbildlichen Kartoffelanbau in der Region weiterhin zu erhalten. Dazu war es notwendig den Grund und Boden, auf dem die Lager- und Produktionshallen stehen, zu erwerben. Mit den Eigentümern gab es schließlich eine Einigung zum Eigentumswechsel. Mit der Umstrukturierung mussten Arbeitsplätze abgebaut werden. Da ein Teil der Arbeitskräfte das Rentenalter erreicht hatten und ein anderer Teil die Regelung des Vorruhestandes genutzt hatten, war der Abbau nicht so dramatisch. 131 Arbeitsplätze wurden erhalten.

Die Lager waren gut gefüllt aber viele Betriebsküchen, Restaurants und Großabnehmer mussten schließen. Der VEB Kühlbetrieb kündigte den Kloßmassevertrag mit der Friweika. Wohin mit den ganzen Kartoffeln? Kurzer Hand wurde die Möglichkeit des Kartoffelexportes in die BRD genutzt. Mit dem LKW W50 und Hänger HW80 gingen 250 Tonnen Kartoffeln nach München in die „Pfanni“-Werke. Kurz vor der Währungsunion waren die Lager dann leer.

Arnulf Kern und Andreas Kramer besuchten die Nord-Agrar-Messe in Hannover als Aussteller.  Sie nutzten die Messe, um Kontakte zum Früchtegroßhandel Willi Sinn und zu Experten im Agrarmarketing zu knüpfen.

Schlussendlich war es für uns eine erfolgreiche Zeit und wir blickten erwartungsvoll in die Zukunft.
Seid gespannt, was in den folgenden Jahren passiert ist.

vorheriger Eintrag
zur Übersicht
nächster Eintrag